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PU-Asphalt bezeichnet eine neue Generation von offenporigen, wasserdurchlässigen Asphaltbelägen, die speziell für die Anforderungen moderner Infrastruktur, nachhaltiger Flächengestaltung und langlebiger Verkehrsflächen entwickelt wurden. Im Gegensatz zu klassischem Asphalt basiert PU-Asphalt nicht auf Bitumen, sondern auf festelastischen Polyurethan-Bindemitteln, die mineralische Gesteinskörnungen dauerhaft miteinander verbinden.
Dieses grundlegende Prinzip unterscheidet PU-Asphalt technisch und funktional von allen herkömmlichen Asphaltarten. Während klassischer Asphalt als thermoplastisches Material stark auf Temperatur, Alterung und mechanische Belastung reagiert, bleibt PU-Asphalt dauerhaft formstabil, flexibel und leistungsfähig. Das Ergebnis ist ein Belag, der hohe Lasten aufnehmen kann, gleichzeitig wasserdurchlässig bleibt und deutlich weniger wartungsanfällig ist.
Der offenporige Aufbau ermöglicht es, Regenwasser direkt durch die Oberfläche hindurch in den Untergrund zu leiten. Dadurch entsteht kein Oberflächenabfluss, keine Pfützenbildung und keine Überlastung der Kanalisation. Gleichzeitig wird das Grundwasser aktiv gespeist, was PU-Asphalt zu einem wichtigen Baustein für nachhaltiges Regenwassermanagement macht – insbesondere vor dem Hintergrund zunehmender Starkregenereignisse und fortschreitender Flächenversiegelung.
PU-Asphalt ist kein Marketingbegriff, sondern ein technisch definiertes System aus exakt abgestimmten Komponenten. Entscheidend ist dabei das Zusammenspiel aus Gesteinskörnung, Kornverteilung, Porenanteil und dem eingesetzten festelastischen Bindemittel. Nur durch diese Kombination entstehen die typischen Eigenschaften: hohe Tragfähigkeit, Dauerhaftigkeit, Frostbeständigkeit und vollständige Wasserdurchlässigkeit.
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WIE FUNKTIONIERT PU-ASPHALT TECHNISCH?
Der Aufbau von PU-Asphalt unterscheidet sich grundlegend von konventionellen Asphaltbelägen. Anstelle einer dichten Struktur wird gezielt ein offenporiges Gefüge erzeugt. Die mineralischen Körnungen liegen nicht flächig dicht aneinander, sondern sind über definierte Kontaktpunkte miteinander verbunden. Diese Kontaktpunkte werden durch das Polyurethan-Bindemittel dauerhaft fixiert.
Das festelastische Bindemittel übernimmt dabei mehrere Funktionen gleichzeitig. Es sorgt für die mechanische Verbindung der Gesteinskörnung, nimmt Schub- und Zugkräfte auf und gleicht Spannungen aus, die durch Temperaturwechsel oder Verkehrsbelastung entstehen. Gleichzeitig bleibt das Porensystem vollständig erhalten, sodass Wasser ungehindert durch den Belag hindurchtreten kann.
Ein entscheidender Vorteil liegt in der Materialcharakteristik des Bindemittels. Polyurethan altert deutlich langsamer als Bitumen und reagiert wesentlich weniger empfindlich auf Hitze, Frost oder UV-Strahlung. Dadurch bleibt PU-Asphalt auch nach vielen Jahren funktionsfähig, ohne auszublühen, zu verspröden oder aufzubrechen.
OFFENPORIG, WASSERDURCHLÄSSIG UND DENNOCH BELASTBAR
Ein häufiges Missverständnis besteht darin, Wasserdurchlässigkeit mit geringer Belastbarkeit gleichzusetzen. PU-Asphalt widerlegt dieses Prinzip. Trotz seines hohen Porenanteils ist der Belag in der Lage, hohe Verkehrslasten, Schubkräfte und Punktbelastungen dauerhaft aufzunehmen.
Die Tragfähigkeit ergibt sich nicht aus einer geschlossenen Oberfläche, sondern aus der inneren Struktur des Materials. Die Kräfte werden über das Bindemittel und die Kornkontakte in die Fläche verteilt. In Verbindung mit einem geeigneten, ebenfalls wasserdurchlässigen Untergrund entsteht ein leistungsfähiges Gesamtsystem, das sowohl für Verkehrsflächen als auch für hochbelastete Sonderanwendungen geeignet ist.
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UNTERSCHIEDE ZU KLASSISCHEM ASPHALT UND BETON
Klassischer Asphalt basiert auf Bitumen, einem erdölbasierten Bindemittel mit thermoplastischen Eigenschaften. Bei hohen Temperaturen wird Bitumen weich, bei Kälte hart und spröde. Diese Materialeigenschaften führen langfristig zu Spurrinnen, Rissen, Ausbrüchen und regelmäßigem Sanierungsbedarf.
Betonflächen sind zwar formstabil, jedoch vollständig versiegelt. Regenwasser kann nicht versickern, was zu erhöhtem Oberflächenabfluss, zusätzlicher Kanalbelastung und Hitzeinseln führt. Zudem reagieren auch Betonflächen empfindlich auf Frost-Tau-Wechsel und mechanische Spannungen.
PU-Asphalt vereint die Vorteile beider Systeme, ohne deren Nachteile zu übernehmen. Er ist belastbar wie Asphalt, dauerhaft formstabil wie Beton, gleichzeitig aber offenporig und wasserdurchlässig. Dadurch entsteht ein Belag, der sowohl technisch als auch ökologisch neue Maßstäbe setzt.
KEINE VERSIEGELUNG, KEINE RISSBILDUNG, KEINE KLASSISCHEN SCHÄDEN
Da PU-Asphalt nicht versiegelt, sondern entwässert, bleibt die Oberfläche trocken, griffig und sicher. Frostschäden durch stehendes Wasser werden vermieden. Spannungen aus Temperaturänderungen werden durch die festelastische Struktur aufgenommen, anstatt zu Rissen zu führen.
Das Ergebnis sind Flächen mit deutlich längerer Lebensdauer und minimalem Instandhaltungsaufwand – ein entscheidender Vorteil für Kommunen, Gewerbe, Industrie und private Bauherren.
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PU-ASPHALT ALS SCHLÜSSEL ZUR KLIMAANPASSUNG
Der Klimawandel stellt Städte, Gemeinden und Bauherren vor neue Herausforderungen. Starkregen, Überflutungen, Hitzeinseln und versiegelte Flächen erfordern neue Lösungen im Straßen- und Flächenbau. PU-Asphalt ist genau für diese Anforderungen entwickelt worden.
Durch die direkte Versickerung des Regenwassers wird die Kanalisation entlastet und das Risiko von Überflutungen reduziert. Gleichzeitig trägt die offene Struktur dazu bei, Oberflächentemperaturen zu senken und das Mikroklima positiv zu beeinflussen.
PU-Asphalt ist damit nicht nur ein Baustoff, sondern ein aktiver Bestandteil moderner Klimaanpassungsstrategien.
ENTWÄSSERUNG OHNE TECHNISCHE ZUSATZBAUTEILE
Ein weiterer Vorteil liegt in der Planung. In vielen Anwendungen sind keine zusätzlichen Entwässerungssysteme, Gefälle oder Abläufe erforderlich. Die Fläche entwässert sich selbst über den gesamten Querschnitt. Das vereinfacht die Planung, reduziert Baukosten und minimiert potenzielle Schwachstellen im System.
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HERKUNFT, ENTWICKLUNG UND SYSTEMGEDANKE
PU-Asphalt ist das Ergebnis jahrelanger Entwicklung, praktischer Anwendung und kontinuierlicher Optimierung. Entscheidend ist dabei der Systemgedanke: PU-Asphalt funktioniert nicht als einzelnes Produkt, sondern als exakt abgestimmtes Zusammenspiel aus Material, Verarbeitung und Untergrund.
Die Entwicklung und Systematisierung von PU-Asphalt wird maßgeblich von der bema Bauchemie GmbH geprägt. Als Entwickler und Hersteller der eingesetzten Bindemittelsysteme verfolgt bema einen konsequenten Ansatz: technische Funktionalität, Nachhaltigkeit und langfristige Wirtschaftlichkeit stehen gleichberechtigt im Fokus.
PU-Asphalt wird kontinuierlich weiterentwickelt, geprüft und an neue Anforderungen angepasst. Dadurch entsteht ein zukunftssicheres System, das weit über klassische Belagslösungen hinausgeht.
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FAZIT: EIN MATERIAL, DAS BAUWEISE NEU DENKT
PU-Asphalt ist kein Trend und kein Nischenprodukt, sondern eine konsequente Weiterentwicklung bestehender Bauweisen. Er verbindet Wasserdurchlässigkeit, Belastbarkeit und Dauerhaftigkeit in einem Materialsystem und bietet Lösungen für die zentralen Herausforderungen moderner Infrastruktur.
Als fixierter Hauptbeitrag bildet dieser Artikel die inhaltliche Grundlage für alle weiteren Themen rund um PU-Asphalt – von Technik über Anwendung bis hin zu Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit.










