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Eine wasserdurchlässige Fläche lebt von ihrer offenen Struktur. Genau deshalb gehört die Frage nach der richtigen Reinigung zu den wichtigsten Themen rund um PU-Asphalt. Was passiert mit Staub, Sand, Laub oder Erde? Können die Poren irgendwann verstopfen? Darf ein Hochdruckreiniger verwendet werden? Und wie lässt sich die Oberfläche nach mehreren Jahren wieder auffrischen?
Bei bema PU-Asphalt® betrachten wir Reinigung und Pflege nicht als nachträgliches Nebenthema. Die Oberfläche ist ein funktionaler Teil des gesamten Systems. Sie soll mechanische Belastungen aufnehmen und gleichzeitig so offen bleiben, dass Niederschlagswasser durch die mineralische Struktur hindurchtreten kann. Damit diese Eigenschaften langfristig erhalten bleiben, sollte die Fläche regelmäßig von Fremdstoffen befreit und in sinnvollen Abständen erneut geschützt werden.
Das bedeutet ausdrücklich nicht, dass PU-Asphalt besonders pflegeintensiv wäre. Vielmehr geht es um wenige, dafür gezielte Maßnahmen. Regelmäßiges Freispülen, das Entfernen größerer Ablagerungen und eine gelegentliche Nachversiegelung können erheblich dazu beitragen, dass die Oberfläche auch nach vielen Jahren sauber, stabil und wasserdurchlässig bleibt.
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Können die Poren von PU-Asphalt verstopfen?
Grundsätzlich kann jede offenporige Fläche durch eingetragenes Feinmaterial in ihrer Durchlässigkeit beeinträchtigt werden. Das betrifft nicht nur PU-Asphalt, sondern ebenso wasserdurchlässige Pflastersysteme, Dränbeton und andere offen aufgebaute Beläge. Entscheidend ist deshalb weniger die theoretische Frage, ob Partikel in Poren gelangen können, sondern wie stark der Eintrag ist und ob diese Partikel regelmäßig wieder aus der Oberfläche entfernt werden.
Auf einer typischen Einfahrt gelangen über das Jahr Staub, Reifenabrieb, feiner Sand, Laubbestandteile, Blütenstaub und kleinere Mengen Erde auf den Belag. Solange dieses Material lose bleibt und gelegentlich entfernt oder ausgespült wird, stellt dies normalerweise kein außergewöhnliches Problem dar. Kritischer wird es, wenn über längere Zeit große Mengen feinen Materials eingetragen und anschließend durch Reifen oder Fußverkehr immer wieder in die Poren eingearbeitet werden.
Typische Beispiele sind angrenzende unbefestigte Flächen, Baustellenverkehr, offene Beete ohne ausreichende Randeinfassung oder starke Staubereignisse. Gerade sehr feine mineralische Partikel können sich in den oberflächennahen Hohlräumen ablagern. Deshalb ist es sinnvoll, solche Einträge nicht jahrelang zu ignorieren.
Die offene Struktur des PU-Asphalts sollte man sich daher nicht als völlig wartungsfreies Sieb vorstellen. Sie ist vielmehr ein funktionales Porengefüge, das seine Aufgabe besonders zuverlässig erfüllen kann, wenn große Mengen Fremdmaterial regelmäßig wieder entfernt werden.
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Die einfachste Pflege: lose Verschmutzungen frühzeitig entfernen
Für die normale Unterhaltung braucht es keine komplizierte Spezialtechnik. Laub, trockene Erde und andere lose Bestandteile können mit einem geeigneten Besen oder einem Laubbläser entfernt werden. Gerade im Herbst ist das sinnvoll, weil feuchtes Laub mit der Zeit zerfällt und gemeinsam mit Staub ein organisches Feinmaterial bildet.
Dieses Material kann sich in den oberen Bereichen der Oberfläche festsetzen. Gleichzeitig bietet es die Grundlage dafür, dass sich Moose, Algen oder windgetragene Samen leichter ansiedeln können. Nicht der PU-Asphalt selbst stellt dabei den Nährboden dar, sondern das Material, das sich über längere Zeit darauf ablagert.
Regelmäßige einfache Reinigung erfüllt daher gleich mehrere Aufgaben. Die Fläche bleibt optisch sauber, die offenen Poren werden weniger belastet und unerwünschter Bewuchs findet schlechtere Bedingungen vor.
Wie häufig gekehrt werden muss, hängt stark von der Umgebung ab. Eine Einfahrt ohne größere Vegetation benötigt deutlich weniger Pflege als eine schattige Fläche unter mehreren Bäumen. Ein starrer Wochenplan ist deshalb weder notwendig noch sinnvoll.
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Einmal im Frühjahr und einmal im Herbst: die Fläche richtig durchspülen
Zusätzlich zur normalen Reinigung empfehlen wir bei bema, die Fläche ungefähr einmal im Frühjahr und einmal im Herbst intensiv mit sauberem Wasser durchzuspülen. Dabei geht es nicht lediglich darum, die Oberfläche leicht anzufeuchten. Die Fläche darf bewusst mit reichlich Wasser beaufschlagt werden, sodass sich Staub und Feinmaterial lösen und die Porenstruktur regelrecht freigespült wird.
Eine solche Spülung ist besonders nach längeren trockenen Perioden sinnvoll. Während wochenlanger Trockenheit können sich auf Außenflächen erhebliche Mengen Staub ansammeln, ohne dass natürlicher Regen diesen wieder austrägt. Der Belag sieht möglicherweise noch sauber aus, obwohl sich feines Material innerhalb der Oberflächenstruktur gesammelt hat.
Ein typisches Beispiel ist Saharastaub. Nach entsprechenden Wetterlagen liegt der sehr feine mineralische Staub nicht nur auf Fahrzeugen, Fenstern und Gartenmöbeln, sondern selbstverständlich auch auf Bodenflächen. Bleibt er dort lange liegen und wird durch Feuchtigkeit in die Poren transportiert, kann er sich innerhalb der Struktur absetzen.
Nach solchen Ereignissen empfiehlt sich deshalb eine gründliche Wasserspülung. Das gilt besonders, wenn anschließend über längere Zeit kein ergiebiger Regen fällt.
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Warum Saharastaub und feine Erde besonders beachtet werden sollten
Grobe Verschmutzungen fallen sofort auf. Feine Partikel sind dagegen wesentlich tückischer, weil sie optisch kaum wahrgenommen werden. Genau diese Feinanteile können jedoch leichter in die Porenstruktur gelangen.
Saharastaub besteht aus sehr kleinen mineralischen Partikeln. Ähnliches gilt für trockene Gartenerde oder feinen Straßenstaub. Gelangt regelmäßig solches Material auf eine offenporige Fläche, kann es sich nach und nach in den oberflächennahen Zwischenräumen ablagern.
Zusätzlich kann sich dieser mineralische Staub mit organischen Bestandteilen verbinden. Zusammen mit Blütenstaub, Pflanzenresten und Feuchtigkeit entsteht dann mit der Zeit ein Substrat, in dem sich Samen festsetzen können. Wenn auf einem wasserdurchlässigen Belag irgendwann eine kleine Pflanze wächst, kommt sie deshalb normalerweise nicht aus dem PU-Asphalt heraus. Sie wächst in Material, das sich von außen auf oder innerhalb der Oberfläche angesammelt hat.
Regelmäßiges Spülen entfernt genau dieses Material, bevor daraus ein dauerhafter Belag entsteht.
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Darf man bema PU-Asphalt® mit einem Kärcher reinigen?
Ja, Wasser unter Druck kann zur Reinigung eingesetzt werden. Entscheidend ist jedoch die verwendete Düse und die Art der Anwendung.
Ein normaler fächerförmiger Wasserstrahl ist etwas völlig anderes als eine rotierende Punktstrahldüse. Bei Kärcher und vergleichbaren Hochdruckreinigern werden solche rotierenden Düsen häufig als Dreckfräse beziehungsweise Rotordüse angeboten. Dabei bewegt sich ein sehr konzentrierter Wasserstrahl mit hoher Geschwindigkeit kreisförmig über die Oberfläche.
Von solchen rotierenden Düsen raten wir bei bema PU-Asphalt® ausdrücklich ab.
Die lokal eingebrachte mechanische Energie ist unnötig hoch. Gerade wenn sehr nahe an der Oberfläche gearbeitet oder die Düse längere Zeit auf dieselbe Stelle gehalten wird, kann das Bindemittel beziehungsweise die mineralische Oberflächenstruktur stärker beansprucht werden, als für eine normale Reinigung erforderlich ist.
Es gibt keinen sinnvollen Grund, eine hochwertige PU-Asphalt-Oberfläche mit dieser Intensität zu bearbeiten, wenn dieselbe Reinigungswirkung wesentlich schonender erreicht werden kann.
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Welcher Hochdruckstrahl ist sinnvoll?
Wenn ein Hochdruckreiniger verwendet wird, sollte mit einem breit aufgefächerten Strahl und angemessenem Abstand gearbeitet werden. Die Fläche wird gleichmäßig Bahn für Bahn gereinigt, sodass gelöste Bestandteile aus der Struktur herausgespült und anschließend von der Oberfläche entfernt werden.
Dabei gilt nicht: Je mehr Druck, desto besser.
Viel wichtiger sind ausreichend Wasser, eine sinnvolle Arbeitsrichtung und genügend Zeit, damit der gelöste Schmutz tatsächlich aus der Oberfläche ausgetragen wird. Wer mit extrem hohem Druck aus wenigen Zentimetern Entfernung arbeitet, erhöht lediglich die mechanische Belastung.
Bei stärker verschmutzten Flächen kann es deshalb sinnvoller sein, einen Bereich mehrfach mit moderater Intensität zu bearbeiten, statt einmal mit maximaler Kraft darüberzugehen.
Besonders bei professionell genutzten größeren Flächen können auch Reinigungsmaschinen mit Wasseraufnahme sinnvoll sein. Dabei wird gelöstes Material nicht lediglich auf einen anderen Bereich gespült, sondern direkt aufgenommen.
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Warum Rotordüsen beziehungsweise Dreckfräsen vermieden werden müssen
Der Unterschied zwischen einem normalen Fächerstrahl und einer rotierenden Düse wird häufig unterschätzt. Eine Rotordüse kombiniert die Wirkung eines sehr konzentrierten Punktstrahls mit einer schnellen kreisenden Bewegung. Dadurch entsteht eine extrem hohe lokale Reinigungsleistung.
Für Betonflächen oder bestimmte massive Bauteile kann diese Technik sinnvoll sein. Bei einem kunstharzgebundenen mineralischen Belag ist sie aus unserer Sicht unnötig aggressiv.
Das Risiko entsteht nicht zwingend dadurch, dass nach wenigen Sekunden sofort sichtbare Schäden auftreten. Problematisch ist vielmehr die wiederholte oder länger anhaltende starke Beanspruchung der Oberfläche. Wer regelmäßig mit einer Dreckfräse arbeitet, belastet genau die Bindemittelbrücken und Kornkontakte, die langfristig stabil bleiben sollen.
Unsere Empfehlung ist deshalb eindeutig: Keine rotierenden Dreckfräsen auf bema PU-Asphalt®.
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Warum Essigreiniger auf PU-Asphalt nichts verloren hat
Bei Außenflächen wird Essig häufig als vermeintlich einfaches Hausmittel gegen Verschmutzungen, Grünbelag oder Unkraut genannt. Bei PU-Asphalt sollte darauf verzichtet werden.
Essigreiniger beziehungsweise stark saure Reiniger können bei längerer Einwirkzeit chemisch auf das Bindemittelsystem und weitere Bestandteile der Fläche einwirken. Wie stark dieser Effekt ausfällt, hängt von Konzentration, Temperatur, Einwirkdauer und konkretem Produkt ab.
Genau diese Faktoren lassen sich bei einer normalen Anwendung im Außenbereich kaum zuverlässig kontrollieren. Ein Reiniger kann sich beispielsweise in tieferen Poren sammeln und dort wesentlich länger verbleiben als auf einer geschlossenen Oberfläche.
Das Risiko steht in keinem Verhältnis zum Nutzen.
Deshalb empfehlen wir für bema PU-Asphalt® keine Essigreiniger.
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Auch Chlorreiniger und aggressive Chemie vermeiden
Dasselbe gilt für chlorhaltige Reiniger und vergleichbar aggressive Reinigungschemikalien. Solche Produkte werden häufig eingesetzt, weil sie Grünbeläge optisch sehr schnell entfernen. Eine kurzfristig beeindruckende Reinigungswirkung sagt jedoch nichts darüber aus, wie das Material unterhalb der sichtbaren Oberfläche reagiert.
Bei einem offenporigen Belag kann Flüssigkeit in die Struktur eindringen. Wird anschließend nicht ausreichend gespült oder bleibt das Mittel längere Zeit in tieferliegenden Bereichen, entsteht eine deutlich längere chemische Einwirkung als auf einer geschlossenen Oberfläche.
Gerade diese unkontrollierte Einwirkdauer möchten wir vermeiden. Das Ziel der Pflege ist schließlich, die Lebensdauer des Systems zu erhöhen und nicht für eine kurzfristig saubere Oberfläche unnötige chemische Risiken einzugehen.
Essigreiniger, Chlorreiniger und aggressive Spezialchemikalien gehören deshalb nicht zur von uns empfohlenen Standardpflege von bema PU-Asphalt®.
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Was ist bei Moos, Algen oder Grünbelag sinnvoll?
Auch auf PU-Asphalt können sich unter ungünstigen Bedingungen biologische Beläge bilden. Besonders schattige und feuchte Bereiche unter Bäumen oder an Nordseiten von Gebäuden sind dafür anfällig. Das ist kein spezielles PU-Asphalt-Phänomen. Ähnliche Ablagerungen entstehen auf Beton, Naturstein, Pflaster und Dachflächen.
Der erste Schritt sollte immer eine mechanisch und hydraulisch schonende Reinigung sein. Lose Bestandteile werden entfernt und die Fläche gründlich mit Wasser ausgespült. Oft lässt sich dadurch bereits ein erheblicher Teil der Ablagerungen beseitigen.
Entscheidend ist anschließend die Ursache. Liegt ständig Laub auf der Fläche? Wird Erde aus einem angrenzenden Beet eingespült? Bleibt ein Bereich dauerhaft verschattet? Je weniger organisches Material auf der Oberfläche vorhanden ist, desto schlechter sind die Bedingungen für neuen Bewuchs.
Soll ein spezielles Reinigungsmittel verwendet werden, sollte vorher geklärt werden, ob dieses mit dem konkreten PU-System kompatibel ist. Aggressive Mittel auf Verdacht aufzubringen, ist die schlechteste Variante.
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Nach der Reinigung muss die Fläche vollständig trocknen
Dieser Punkt wird besonders wichtig, wenn die Oberfläche anschließend erneut versiegelt beziehungsweise überlackiert werden soll.
Nach einer intensiven Reinigung steckt naturgemäß Wasser in den Poren. Von außen kann die Fläche bereits trocken aussehen, während sich innerhalb des mineralischen Gefüges noch Feuchtigkeit befindet.
Wird auf eine nicht ausreichend trockene PU-Asphaltfläche ein reaktives Polyurethanprodukt aufgebracht, kann die vorhandene Feuchtigkeit mit dem Material reagieren. Eine mögliche Folge ist unerwünschte Schaumbildung.
Deshalb gilt vor jeder erneuten Versiegelung: gründlich reinigen, ausreichend freispülen und anschließend vollständig trocknen lassen.
Je nach Wetter, Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Porenstruktur kann die notwendige Trocknungszeit unterschiedlich sein. Entscheidend ist nicht eine pauschale Stundenangabe, sondern dass die Fläche tatsächlich trocken ist.
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Warum wir eine regelmäßige Nachversiegelung empfehlen
Ein PU-Asphalt ist dauerhaft der Witterung ausgesetzt. Fahrzeuge rollen darüber, Schmutz wird eingetragen, Wasser fließt durch die Oberfläche und Sonnenlicht trifft auf das Gestein und das Bindemittelsystem.
Deshalb empfehlen wir je nach Nutzung, die Oberfläche nach einigen Jahren wieder dünn zu überlackieren beziehungsweise zu versiegeln. Dabei wird ausdrücklich keine geschlossene Beschichtung hergestellt. Die offene Porenstruktur soll erhalten bleiben.
Ziel ist vielmehr, das mineralische Korn von oben erneut zu schützen und gleichzeitig die Oberfläche wieder zu verfestigen.
Bei normalen privaten Flächen kann ein Intervall von ungefähr zwei bis fünf Jahren sinnvoll sein. Wie schnell eine Nachbehandlung notwendig wird, hängt von Nutzung, Verkehrsbelastung, Witterung und Lage der Fläche ab.
Eine stark frequentierte Gewerbefläche wird selbstverständlich anders beansprucht als eine private Einfahrt. Bei intensiver gewerblicher Nutzung kann deshalb auch eine jährliche Nachbehandlung sinnvoll sein.
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BEMADUR® 2K PLUS zur Auffrischung der Oberfläche
Für diese Nachbehandlung eignet sich innerhalb des bema Systems beispielsweise BEMADUR® 2K PLUS. Für die Anwendung zur Oberflächenauffrischung empfehlen wir eine Einstellung mit 20 Prozent Verdünnung.
Das Material wird dünn auf die zuvor gründlich gereinigte und vollständig getrocknete Fläche aufgetragen. Der Auftrag kann je nach Flächengröße und Situation gerollt oder auch mit geeigneter Airless-Technik ausgeführt werden.
Wichtig ist, dass keine dicke geschlossene Filmschicht erzeugt wird. Die Poren sollen offen bleiben. Es geht um eine dünne erneute Benetzung und Verfestigung der sichtbaren mineralischen Oberfläche.
Richtig ausgeführt erhält der Stein dadurch wieder einen frischen Schutzfilm, während die Wasserdurchlässigkeit des Systems erhalten bleibt.
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Warum das Überlackieren mehr ist als eine optische Auffrischung
Nach einigen Jahren kann eine Oberfläche allein durch Nutzung und Witterung optisch matter wirken. Eine Nachversiegelung frischt deshalb selbstverständlich auch die Farbtiefe beziehungsweise den Gesamteindruck des Natursteins auf.
Der wichtigere Aspekt ist jedoch technisch.
Durch die erneute dünne Bindemittelzugabe werden die oberflächennahen Kornkontakte wieder geschützt und die Fläche erhält eine zusätzliche Verfestigung. Genau deshalb sollte diese Maßnahme nicht erst dann erfolgen, wenn bereits deutliche Schäden vorhanden sind.
Man kann sie eher mit einer vorbeugenden Wartung vergleichen. Regelmäßige Pflege soll verhindern, dass ein kleiner altersbedingter Verschleiß überhaupt erst zu einem größeren Reparaturthema wird.
Gerade bei stark genutzten gewerblichen Flächen kann eine solche Strategie wirtschaftlich sehr sinnvoll sein.
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Wie eine vollständige Pflege praktisch aussehen kann
Für eine private bema PU-Asphalt®-Fläche ist kein komplizierter Wartungsplan erforderlich. Im Alltag werden grobe Verschmutzungen entfernt, wenn sie sichtbar werden. Im Herbst sollten größere Laubmengen nicht über Monate liegen bleiben.
Im Frühjahr bietet sich eine gründliche Spülung der gesamten Fläche an. Dabei wird der während des Winters eingetragene Staub und Schmutz herausgespült. Im Herbst kann dieser Vorgang wiederholt werden, bevor die nassere Jahreszeit beginnt.
Zusätzlich sollte nach außergewöhnlich langen Trockenperioden oder starkem Saharastaub erneut gespült werden. Entscheidend ist dabei ausreichend Wasser. Es geht nicht um ein kurzes Abspritzen, sondern darum, die Poren tatsächlich durchzuspülen.
Je nach Beanspruchung wird anschließend im Abstand von ungefähr zwei bis fünf Jahren beurteilt, ob eine erneute dünne Versiegelung sinnvoll ist. Gewerbeflächen können aufgrund ihrer deutlich höheren Belastung wesentlich kürzere Intervalle erfordern.
Auf diese Weise besteht Pflege nicht aus einer großen Sanierungsaktion nach zehn Jahren, sondern aus mehreren kleinen und kontrollierten Maßnahmen.
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Was bei einer Gewerbefläche anders ist
Gewerbliche Flächen können erheblich stärker belastet werden. Lieferverkehr, häufiges Rangieren, größere Fahrzeugzahlen, Reifenabrieb und Staubeintrag wirken teilweise täglich auf dieselben Bereiche.
Dadurch kann nicht nur die mechanische Belastung höher sein. Auch die Menge an Schmutz, die in die Oberfläche eingetragen wird, steigt.
Für solche Flächen kann deshalb eine deutlich häufigere intensive Reinigung sinnvoll sein. Auch eine jährliche Nachversiegelung mit einem geeigneten System kann je nach Nutzung empfehlenswert sein.
Entscheidend ist der Zustand der Oberfläche. Eine vorbeugende Nachbehandlung ist erheblich sinnvoller, als erst zu reagieren, wenn die oberflächennahen Kornkontakte bereits stark verschlissen sind.
PU-Asphalt sollte deshalb auch im gewerblichen Bereich als technisches Bauteil betrachtet werden. Hochwertige Industrieflächen werden gewartet – nicht weil sie schlecht sind, sondern gerade weil man ihre Nutzungsdauer möglichst lange erhalten möchte.
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Wie sich Unkraut auf PU-Asphalt tatsächlich erklären lässt
Eine häufige Behauptung lautet entweder „Auf PU-Asphalt wächst niemals Unkraut“ oder das genaue Gegenteil: „Irgendwann wächst überall Unkraut.“
Beide Aussagen sind zu pauschal.
bema PU-Asphalt® besitzt keine klassischen mit Sand verfüllten Pflasterfugen, aus denen Pflanzen normalerweise wachsen. Das reduziert einen der typischen Entstehungsorte von Bewuchs erheblich.
Natürlich kann die Natur trotzdem auf nahezu jeder Oberfläche Fuß fassen, wenn sich dort ausreichend Fremdmaterial ansammelt. Samen werden durch Wind verbreitet und landen auch auf Dächern, Mauern und Asphaltflächen. Befindet sich in einer Pore ausreichend eingetragener Staub, Erde und organisches Material, kann ein Samen dort oberflächlich keimen.
Die Pflanze wächst dann jedoch nicht aus dem PU-Asphalt heraus. Sie wächst in dem Schmutz, der sich darauf beziehungsweise darin angesammelt hat.
Genau deshalb ist die regelmäßige Wasserspülung so wichtig. Sie erhält nicht nur die Durchlässigkeit, sondern entfernt gleichzeitig einen möglichen Nährboden für Bewuchs.
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Warum Pflege bereits bei der Planung beginnt
Die wirksamste Reinigung ist immer die Verschmutzung, die gar nicht erst entsteht.
Ein angrenzendes Beet sollte beispielsweise nicht so angelegt sein, dass bei jedem Starkregen Erde auf die PU-Asphaltfläche gespült wird. Unbefestigte Seitenflächen können ebenfalls dauerhaft Feinmaterial eintragen. Während der Bauphase sollte vermieden werden, dass bereits fertiggestellte PU-Asphaltbereiche ständig mit schlammigen Reifen befahren werden.
Auch Randeinfassungen und Übergänge zu Grünflächen spielen deshalb eine Rolle.
Wer das Umfeld sinnvoll plant, reduziert den späteren Pflegeaufwand erheblich. Eine gut konstruierte Fläche in sauberer Umgebung kann über lange Zeit mit sehr einfachen Maßnahmen gepflegt werden.
Das ist wesentlich effektiver, als nachträglich gegen permanenten Schmutzeintrag anzukämpfen.
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Fazit
PU-Asphalt ist eine offenporige Funktionsfläche. Damit diese Funktion über viele Jahre erhalten bleibt, sollte die Oberfläche gepflegt und gelegentlich freigespült werden. Das bedeutet allerdings weder einen hohen Wartungsaufwand noch den Einsatz aggressiver Reinigungstechnik.
Für die normale Pflege reichen häufig Besen, Laubbläser und Wasser. Zusätzlich empfehlen wir, eine bema PU-Asphalt®-Fläche ungefähr einmal im Frühjahr und einmal im Herbst mit reichlich Wasser vollständig durchzuspülen. Nach langen Trockenperioden und insbesondere nach starkem Saharastaub ist eine zusätzliche Spülung sinnvoll, damit feine mineralische Partikel nicht dauerhaft in der Porenstruktur verbleiben.
Ein Hochdruckreiniger kann verwendet werden, allerdings mit angemessener Technik. Rotierende Düsen beziehungsweise Dreckfräsen sollten unbedingt vermieden werden. Ihre hohe lokale mechanische Belastung ist für die Reinigung eines PU-Asphalts weder notwendig noch sinnvoll. Besser ist ein gleichmäßiger, ausreichend breiter Wasserstrahl mit vernünftigem Abstand.
Ebenso verzichten wir auf Essigreiniger, Chlorreiniger und andere aggressive Reinigungsmittel. Bei einer offenporigen Oberfläche lässt sich die tatsächliche Einwirkdauer innerhalb der Struktur nur schwer kontrollieren. Das Risiko, das Bindemittelsystem durch unnötig starke chemische Einwirkung langfristig zu schwächen, steht in keinem Verhältnis zum Nutzen einer kurzfristig schnelleren Reinigung.
Zusätzlich empfehlen wir, die Oberfläche abhängig von ihrer Beanspruchung ungefähr alle zwei bis fünf Jahre erneut dünn zu versiegeln beziehungsweise zu überlackieren. Bei stark beanspruchten Gewerbeflächen kann diese Maßnahme auch jährlich sinnvoll sein. Innerhalb des bema Systems eignet sich dafür beispielsweise BEMADUR® 2K PLUS mit 20 Prozent Verdünnung. Das Material kann gerollt oder mit geeigneter Airless-Technik aufgebracht werden, wobei die Poren offen bleiben sollen.
Vor dieser Nachbehandlung muss der Belag gründlich mit Wasser gereinigt und freigespült werden. Anschließend ist eine vollständige Trocknung zwingend erforderlich, da Restfeuchtigkeit bei der Verarbeitung des Polyurethans zu unerwünschter Schaumbildung führen kann.
Die Pflege von PU-Asphalt lässt sich damit auf ein einfaches Prinzip reduzieren: regelmäßig freispülen, aggressive Reinigungsverfahren vermeiden und die mineralische Oberfläche in sinnvollen Abständen erneut schützen.
Wer diese wenigen Regeln berücksichtigt, unterstützt sowohl die Wasserdurchlässigkeit als auch die langfristige Stabilität und Optik der Fläche.











