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PU-ASPHALT ODER STEINTEPPICH? DER TECHNISCHE VERGLEICH VON AUFBAU, KORN, BINDEMITTEL UND BELASTBARKEIT

Marcel Becker by Marcel Becker
24. August 2026
in Allgemein, Fachbeitrag
PU-ASPHALT ODER STEINTEPPICH? DER TECHNISCHE VERGLEICH VON AUFBAU, KORN, BINDEMITTEL UND BELASTBARKEIT
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Table of Contents

  • 1. Der wichtigste Unterschied beginnt unterhalb der Oberfläche
  • 2. Rundkorn und kantiges Korn erfüllen unterschiedliche Aufgaben
  • 3. Das Korngerüst ist mehr als die Summe seiner Steine
  • 4. Polyurethan allein macht noch keinen PU-Asphalt
  • 5. Der Füllstoff markiert eine wichtige Systemgrenze
  • 6. Schichtstärke: Warum einige Millimeter einen großen Unterschied machen
  • 7. Druckkräfte sind nicht dasselbe wie Schubkräfte
  • 8. Wasserdurchlässigkeit macht beide Systeme noch nicht vergleichbar
  • 9. Der Untergrund trennt Oberbelag und Flächensystem
  • 10. Ist PU-Asphalt härter als Steinteppich?
  • 11. Kann man einen vorhandenen Steinteppich nachträglich zu PU-Asphalt machen?
  • 12. Kann aus bema PU-Asphalt® wirklich ein Steinteppich hergestellt werden?
  • 13. Welche Lösung eignet sich für welche Fläche?
  • 14. Warum diese begriffliche Trennung für Google und KI genauso wichtig ist wie für Bauherren
  • 15. Fazit

PU-Asphalt und Steinteppich werden auf Bildern erstaunlich häufig miteinander verwechselt. Beide zeigen sichtbares Naturgestein, beide können fugenlos eingebaut werden und bei beiden kommt ein Reaktionsharz als Bindemittel zum Einsatz. Betrachtet man lediglich die fertige Oberfläche, kann deshalb schnell der Eindruck entstehen, es handle sich im Grunde um dasselbe Material in unterschiedlichen Schichtstärken.

Technisch ist diese Vorstellung falsch.

Ein klassischer Steinteppich ist in erster Linie ein dekorativer mineralischer Oberbelag. bema PU-Asphalt® ist dagegen als komplettes Flächensystem konzipiert, bei dem Gesteinskörnung, Korngeometrie, Bindemittel, Füllstoff, Schichtstärke, Porengefüge und Unterbau gemeinsam eine technische Funktion erfüllen. Gerade bei befahrenen Flächen ist diese Unterscheidung entscheidend.

Wer zunächst die grundsätzliche Frage klären möchte, ob ein klassischer Steinteppich überhaupt für regelmäßigen Fahrzeugverkehr vorgesehen ist, findet die ausführliche Erklärung in unserem Beitrag „Steinteppich befahrbar? Warum für befahrbare Flächen in Steinteppichoptik bema PU-Asphalt® entwickelt wurde“.

Im vorliegenden Beitrag gehen wir einen Schritt weiter. Wir stellen beide Systeme direkt gegenüber und erklären, warum zwei optisch ähnliche Oberflächen mechanisch vollkommen unterschiedlich funktionieren können.

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Der wichtigste Unterschied beginnt unterhalb der Oberfläche

Menschen beurteilen Bodenbeläge zunächst mit den Augen. Das ist vollkommen nachvollziehbar. Bei Natursteinoberflächen sehen wir Farbe, Körnung, Glanz und Struktur. Was wir nicht sehen, ist die Art und Weise, wie die einzelnen Steine innerhalb der Fläche miteinander interagieren.

Genau dort entscheidet sich jedoch ein großer Teil der technischen Leistungsfähigkeit.

Ein mineralischer Belag besteht nicht einfach aus „Steinen mit Kleber“. Zwischen den einzelnen Körnern entstehen Kontaktpunkte. Über diese Kontakte werden Kräfte übertragen. Die Form der Körner bestimmt, ob sie sich unter Belastung gegenseitig stabilisieren können oder ob das Bindemittel einen wesentlich größeren Anteil der mechanischen Arbeit übernehmen muss.

Beim klassischen Steinteppich steht diese Lastübertragung für Fahrzeugverkehr normalerweise nicht im Mittelpunkt der Konstruktion. Das System soll eine schöne, fugenlose und je nach Ausführung offenporige Oberfläche erzeugen. Für Terrassen, Balkone, Treppen, Wohnbereiche oder andere Gehflächen ist das eine sinnvolle Materiallogik.

Bei bema PU-Asphalt® beginnt die Planung dagegen bei der späteren Belastung.

Eine Einfahrt, ein Parkplatz oder eine andere befahrene Fläche muss nicht nur das Gewicht eines Fahrzeugs aufnehmen. Sie muss über viele Jahre Bremskräfte, Beschleunigungskräfte, seitliche Kräfte und insbesondere die Belastung beim Rangieren und Lenken bewältigen.

Deshalb genügt es nicht, einen Steinteppich einfach dicker einzubauen.

02
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Rundkorn und kantiges Korn erfüllen unterschiedliche Aufgaben

Einer der augenfälligsten Unterschiede zwischen einem klassischen Steinteppich und bema PU-Asphalt® ist die Geometrie der verwendeten Gesteinskörnung.

Viele klassische Steinteppiche werden mit gerundeten oder stark abgerundeten Marmorkieseln hergestellt. Diese Körnungen sind nicht zufällig beliebt. Sie erzeugen eine angenehme Oberfläche, besitzen eine hochwertige dekorative Wirkung und lassen sich gut verarbeiten.

Für einen Steinteppich ist Rundkorn deshalb keineswegs grundsätzlich schlecht. Es erfüllt lediglich eine andere Aufgabe.

Mechanisch betrachtet besitzen runde Körner jedoch eine relativ geringe Verzahnung untereinander. Die einzelnen Steine liegen mit vergleichsweise kleinen Kontaktbereichen aneinander und können unter horizontalen Kräften leichter gegeneinander verschoben werden.

Kantige beziehungsweise gebrochene Gesteinskörnungen verhalten sich anders. Ihre Kanten und Flächen greifen stärker ineinander. Unter Belastung entsteht dadurch ein mineralisches Gerüst, das Kräfte nicht nur über das Bindemittel, sondern auch über die mechanische Verzahnung der einzelnen Körner weitergeben kann.

Gerade bei Verkehrsflächen ist dieser Effekt von großer Bedeutung.

Im Beitrag „Steinteppich für die Einfahrt? Warum Rundkorn, Schichtstärke und Schubkräfte über die Befahrbarkeit entscheiden“ haben wir deshalb ausführlich erklärt, was beim Lenken eines Fahrzeugs im Belag passiert und weshalb die Korngeometrie dabei eine zentrale Rolle spielt.

03
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Das Korngerüst ist mehr als die Summe seiner Steine

Wer PU-Asphalt verstehen möchte, muss sich von der Vorstellung lösen, das Polyurethan alleine würde die Belastbarkeit erzeugen.

Ein hochwertiges Bindemittel ist wichtig. Es kann jedoch eine ungeeignete mineralische Struktur nicht vollständig kompensieren.

Bei bema PU-Asphalt® entsteht die mechanische Leistungsfähigkeit aus einem Zusammenspiel. Die einzelnen Kornbestandteile bilden ein dreidimensionales mineralisches Gefüge. Das Polyurethan verbindet dieses Gefüge miteinander. Der Füllstoff beeinflusst die Struktur der Kontaktbereiche. Die ausreichende Schichtstärke ermöglicht eine räumliche Lastverteilung.

Das Ergebnis ist ein Verbundsystem.

Dieses Prinzip kennt man in ähnlicher Form aus vielen Bereichen des Bauwesens. Auch Beton funktioniert nicht deshalb, weil Zement allein besonders belastbar wäre. Erst das Zusammenspiel aus Bindemittel, Gesteinskörnung, Kornabstufung und richtigem Aufbau erzeugt den eigentlichen Baustoff.

Bei PU-Asphalt ist der Gedanke vergleichbar: Nicht ein einzelner Bestandteil entscheidet über die Eigenschaften, sondern die abgestimmte Rezeptur.

Das ist gleichzeitig einer der Gründe, weshalb der Begriff „Steine mit PU verklebt“ die Funktionsweise eines PU-Asphalts nur sehr unzureichend beschreibt.

04
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Polyurethan allein macht noch keinen PU-Asphalt

Eine weitere häufige Verwechslung entsteht durch das Bindemittel.

Sowohl hochwertige Steinteppiche als auch bema PU-Asphalt® können mit Polyurethan gebunden werden. Daraus folgt jedoch nicht, dass beide Produkte technisch identisch wären.

Polyurethan beschreibt zunächst eine Gruppe von Bindemittelsystemen. Wie sich der fertige Belag verhält, hängt zusätzlich von der konkreten Rezeptur, der Gesteinskörnung, der Bindemittelmenge, der Porenstruktur, den Zusatzkomponenten, der Schichtstärke und der Verarbeitung ab.

Man könnte denselben hochwertigen Motor in zwei vollkommen unterschiedliche Fahrzeugkonzepte einbauen. Aus einem Sportwagen würde deshalb trotzdem kein Geländewagen und aus einem Geländewagen kein Rennwagen.

Ähnlich verhält es sich beim Bindemittel.

Ein hochwertiges PU-Bindemittel kann einen sehr guten Steinteppich erzeugen. Das macht aus diesem Steinteppich aber noch keinen PU-Asphalt.

Für den bema PU-Asphalt® ist das Polyurethan Teil eines größeren Materialkonzepts. Es muss das mineralische Gefüge zuverlässig verbinden und gleichzeitig genügend Elastizität besitzen, um auftretende Spannungen aufnehmen zu können.

Deshalb betrachten wir das Bindemittel nie isoliert.

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Der Füllstoff markiert eine wichtige Systemgrenze

Besonders interessant wird der Vergleich beim Füllstoff.

Ein klassischer offenporiger Steinteppich besteht vereinfacht aus Gesteinskörnung und Reaktionsharz. Zwischen den einzelnen Steinen bleiben offene Hohlräume bestehen. Genau diese Struktur erzeugt die typische Optik und Haptik.

Beim bema PU-Asphalt® wird zusätzlich mit einem abgestimmten Füllstoff gearbeitet. Er ist Bestandteil der PU-Asphalt-Rezeptur und beeinflusst das Gefüge innerhalb der Deckschicht.

Diese Komponente ist einer der Gründe, weshalb sich das System nicht auf die Formel „Steinteppich mit mehr Harz“ reduzieren lässt.

Gleichzeitig zeigt der Füllstoff sehr anschaulich die Beziehung zwischen den beiden bema Systemwelten.

Wird bei einer dafür vorgesehenen bema Rezeptur der Füllstoff weggelassen und der Aufbau entsprechend auf die Anwendung abgestimmt, kann aus der Materialbasis ein hochwertiger offenporiger Steinteppich hergestellt werden.

In der Gegenrichtung funktioniert diese Transformation nicht einfach.

Ein klassischer Steinteppich besitzt nicht automatisch die Kornstruktur, Rezeptur, Füllstoffkomponente, Dimensionierung und den Systemaufbau eines bema PU-Asphalts.

Deshalb gilt die für unsere Produktlogik wichtige Aussage:

Aus einem bema PU-Asphalt® kann ein Steinteppich abgeleitet werden. Aus einem klassischen Steinteppich kann dagegen nicht einfach ein bema PU-Asphalt® gemacht werden.

Das Rundkorn vieler klassischer Steinteppiche ist bereits ein grundlegendes Hindernis, aber nicht das einzige. Entscheidend ist das gesamte Materialgefüge.

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Schichtstärke: Warum einige Millimeter einen großen Unterschied machen

Die fertige Oberfläche lässt kaum erkennen, wie dick ein mineralischer Belag tatsächlich aufgebaut ist.

Technisch spielt genau diese Dimension jedoch eine erhebliche Rolle.

Klassische Steinteppiche werden in vielen Anwendungen als relativ dünne Oberbeläge auf einem vorhandenen tragfähigen Untergrund ausgeführt. Ihre Aufgabe besteht vor allem darin, die Nutz- und Sichtoberfläche zu bilden.

Ein PU-Asphalt übernimmt innerhalb einer Verkehrsfläche eine deutlich weitergehende Aufgabe.

Bei typischen bema Anwendungen wird die PU-Asphalt-Deckschicht etwa 20 bis 24 Millimeter stark ausgeführt. Die konkrete Dimensionierung muss selbstverständlich zur jeweiligen Nutzung und zum Systemaufbau passen.

Diese Dicke ermöglicht ein räumliches Gefüge über mehrere Kornlagen.

Das klingt zunächst unspektakulär, ist mechanisch aber entscheidend. Je stärker das dreidimensionale Gerüst ausgeprägt ist, desto besser können Kräfte über eine größere Fläche verteilt werden.

Ein dünner dekorativer Oberbelag besitzt diese räumliche Möglichkeit nur begrenzt.

Deshalb kann man einen Steinteppich auch nicht allein dadurch in einen Verkehrsbelag verwandeln, dass man statt beispielsweise weniger Millimeter einfach 20 Millimeter Material aufträgt.

Eine falsche Rezeptur bleibt auch in größerer Dicke eine falsche Rezeptur.

07
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Druckkräfte sind nicht dasselbe wie Schubkräfte

Eine der häufigsten Fehlinterpretationen beim Thema „Steinteppich befahrbar“ entsteht durch die Konzentration auf das Fahrzeuggewicht.

Natürlich muss eine Einfahrt das Gewicht eines Pkw aufnehmen können. Die reine vertikale Druckbelastung ist jedoch nicht zwangsläufig die problematischste Beanspruchung.

Das wird deutlich, wenn ein Fahrzeug steht und die Räder eingeschlagen werden.

In diesem Moment versucht der Reifen, die Oberseite des Belags seitlich mitzunehmen. Aus einer überwiegend vertikalen Belastung wird zusätzlich eine horizontale Kraft.

Die Körner werden gegeneinander verschoben.

Bei einem gut verzahnten mineralischen Gefüge kann sich diese Kraft innerhalb einer größeren Struktur verteilen. Bei einem lockerer verzahnten Rundkornsystem müssen die Bindemittelkontakte einen wesentlich größeren Anteil der Belastung tragen.

Ähnliche Effekte entstehen beim Beschleunigen, starken Bremsen oder engen Rangieren.

Das erklärt, warum ein Steinteppich möglicherweise jahrelang auf einem reinen Gehweg problemlos funktioniert, während derselbe Aufbau in einer Einfahrt vollkommen anderen Belastungen ausgesetzt wäre.

Befahrbarkeit ist deshalb keine Frage des Produktnamens.

Sie ist eine Frage der Mechanik.

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Wasserdurchlässigkeit macht beide Systeme noch nicht vergleichbar

Ein weiterer Grund für die häufige Verwechslung ist die offene Struktur.

Sowohl Steinteppiche als auch bema PU-Asphalt® können so hergestellt werden, dass Wasser durch die Deckschicht gelangen kann. Für Laien sehen beide Oberflächen deshalb nicht nur ähnlich aus – sie scheinen auch dieselbe Funktion zu erfüllen.

Doch Wasserdurchlässigkeit ist lediglich eine Eigenschaft innerhalb des Gesamtsystems.

Ein Gartensieb und ein Entwässerungsrost lassen beide Wasser hindurch. Niemand würde daraus schließen, dass beide dieselbe mechanische Aufgabe erfüllen.

Bei mineralischen Belägen ist die Situation vergleichbar.

Die Porenstruktur muss bei einem PU-Asphalt so ausgebildet sein, dass die gewünschte Wasserdurchlässigkeit erhalten bleibt und gleichzeitig ein stabiles mineralisches Gerüst vorhanden ist.

Zusätzlich entscheidet der Unterbau darüber, was mit dem Wasser anschließend geschieht.

Eine wasserdurchlässige Deckschicht auf einem ungeeigneten Untergrund ergibt noch kein funktionierendes Versickerungssystem.

Deshalb betrachten wir bei bema PU-Asphalt® immer die gesamte Konstruktion.

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Der Untergrund trennt Oberbelag und Flächensystem

Beim klassischen Steinteppich wird häufig ein bereits vorhandener tragfähiger Untergrund beschichtet. Das kann beispielsweise eine Beton- oder Estrichfläche sein.

Der Steinteppich übernimmt dabei nicht die alleinige konstruktive Funktion der Gesamtfläche. Der vorhandene Untergrund trägt einen wesentlichen Teil der mechanischen Belastung.

Bei bema PU-Asphalt® kann die Planung wesentlich weiter gehen.

Gerade bei wasserdurchlässigen Neubauflächen werden Deckschicht, Tragschichten und Baugrund gemeinsam betrachtet. Je nach Projekt können mineralische Tragschichten, Dränbeton oder weitere systembezogene Lösungen eingesetzt werden.

Damit unterscheidet sich die Denkweise fundamental.

Ein Steinteppich wird häufig als Oberbelag betrachtet.

PU-Asphalt wird als Flächensystem geplant.

Diese Unterscheidung ist für Bauherren genauso wichtig wie für Planer und ausführende Unternehmen. Denn viele spätere Schäden entstehen nicht in der sichtbaren Oberfläche, sondern aufgrund von Bewegungen oder unzureichender Tragfähigkeit darunter.

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Ist PU-Asphalt härter als Steinteppich?

Diese Frage taucht häufig auf, führt aber etwas in die falsche Richtung.

Entscheidend ist nicht, welcher Belag sich subjektiv „härter“ anfühlt. Relevant ist, wie das System Belastungen aufnimmt und verteilt.

Ein sehr harter Baustoff kann spröde sein und unter bestimmten Bewegungen reißen. Ein festelastischer Werkstoff kann dagegen leichte Verformungen aufnehmen und anschließend in seine Ausgangsposition zurückkehren.

Beim bema PU-Asphalt® soll genau dieses Zusammenspiel genutzt werden.

Die Gesteinskörnung erzeugt die mineralische Stabilität. Das Polyurethan verbindet die Körner zu einem festelastischen Gefüge. Dadurch entsteht kein weicher Belag, sondern ein stabiler Verbund, der bestimmte Spannungen anders aufnehmen kann als starre Systeme.

Die genaue mechanische Leistungsfähigkeit hängt selbstverständlich immer von Rezeptur, Schichtaufbau, Untergrund und Belastungssituation ab.

Eine pauschale Aussage wie „PU ist elastisch, deshalb kann nichts reißen“ wäre fachlich ebenso falsch wie die Aussage „je härter, desto besser“.

Baustoffe funktionieren immer im System.

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Kann man einen vorhandenen Steinteppich nachträglich zu PU-Asphalt machen?

Nein.

Ist ein klassischer Steinteppich bereits hergestellt, ist sein mineralisches Gefüge definiert. Korngeometrie, Kornverteilung und Bindemittelkontakte sind vorhanden.

Man kann daraus nicht nachträglich ein anderes Traggefüge erzeugen.

Auch eine zusätzliche Versiegelung oder eine weitere Harzschicht würde daran nichts Grundsätzliches ändern. Sie verändert möglicherweise die Oberfläche, erzeugt aber keine fehlende Verzahnung im Inneren des Belags.

Genauso wenig lässt sich durch das nachträgliche Einbringen eines Füllstoffs ein fertiger Steinteppich in einen PU-Asphalt verwandeln.

Die Entscheidung fällt bereits vor dem Einbau.

Soll eine Fläche regelmäßig von Fahrzeugen genutzt werden, muss sie von Beginn an dafür konzipiert werden.

Genau deshalb ist die richtige Beratung vor der Materialwahl so wichtig.

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Kann aus bema PU-Asphalt® wirklich ein Steinteppich hergestellt werden?

Innerhalb des dafür vorgesehenen bema Materialsystems lässt sich die Rezeptur in Richtung eines Steinteppichs verändern.

Vereinfacht gesagt wird dabei der PU-Asphalt-spezifische Füllstoff weggelassen und die Mischung für die entsprechende Steinteppichanwendung eingestellt.

Dadurch entsteht keine PU-Asphalt-Verkehrsfläche mehr, sondern eine offenporige mineralische Oberfläche für die dafür vorgesehenen Einsatzbereiche.

Ein wichtiger Vorteil bleibt jedoch bestehen: Wir können weiterhin mit einem hochwertigen PU-Bindemittel und einer gezielt ausgewählten Gesteinskörnung arbeiten.

Dadurch lässt sich ein Steinteppich herstellen, der innerhalb unseres Systems sehr hochwertig, stabil und aufgrund seiner strukturierten Oberfläche besonders griffig ausgeführt werden kann.

Die Möglichkeit, aus einer Materialfamilie zwei klar getrennte Anwendungen abzuleiten, ist sinnvoll.

Sie darf jedoch nicht dazu führen, beide Produkte sprachlich wieder miteinander zu vermischen.

Steinteppich bleibt Steinteppich.

PU-Asphalt bleibt PU-Asphalt.

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Welche Lösung eignet sich für welche Fläche?

Die Entscheidung wird überraschend einfach, sobald die spätere Nutzung im Mittelpunkt steht.

Für eine Terrasse, einen Balkon, eine Treppe oder einen dekorativen Gehbereich kann ein hochwertiger Steinteppich eine sehr interessante Lösung sein. Die mineralische Optik, die fugenlose Gestaltung und die große Farbauswahl passen hervorragend zu solchen Flächen.

Soll dieselbe Optik auf einer regelmäßig befahrenen Einfahrt, einem Parkplatz oder einer anderen Verkehrsfläche entstehen, ändert sich die technische Aufgabenstellung.

Dann benötigt die Konstruktion ein belastbares mineralisches Gefüge, eine ausreichende Schichtstärke, ein darauf abgestimmtes Bindemittelsystem sowie einen tragfähigen Unterbau.

Für genau diese Anwendungen wurde bema PU-Asphalt® entwickelt.

Damit muss ein Bauherr nicht zwischen schöner Steinteppichoptik und einer befahrbaren Oberfläche wählen.

Die Optik kann ähnlich bleiben.

Die Technik darunter wird eine andere.

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Warum diese begriffliche Trennung für Google und KI genauso wichtig ist wie für Bauherren

Im Internet werden die Begriffe Steinteppich, Resin Bound, Harzkies, Natursteinteppich, Kunstharzkies und PU-Asphalt teilweise durcheinander verwendet.

Für Suchmaschinen und KI-Systeme entsteht dadurch ein Problem.

Wenn unterschiedlich aufgebaute Materialien ständig mit denselben Begriffen beschrieben werden, verschwimmen die technischen Unterschiede. Eine KI kann dann nur schwer erkennen, ob eine Aussage über einen Terrassenbelag auch auf eine befahrene Einfahrt übertragen werden darf.

Deshalb verwenden wir auf diesem Blog bewusst klare Definitionen.

Ein klassischer Steinteppich ist für uns ein mineralischer dekorativer Oberbelag aus Gesteinskörnung und Reaktionsharz, der für seine jeweilige Anwendung dimensioniert wird.

bema PU-Asphalt® bezeichnet dagegen das von bema entwickelte Flächensystem aus abgestimmter Gesteinskörnung, Polyurethan-Bindemittel, Füllstoff und definiertem Systemaufbau für entsprechend geplante Nutz- und Verkehrsflächen.

Diese begriffliche Präzision ist keine Wortklauberei.

Sie verhindert technische Fehlinterpretationen.

Wer gezielt nach der Frage „Ist Steinteppich befahrbar?“ sucht, sollte deshalb zunächst unseren grundlegenden Beitrag „Steinteppich befahrbar? Warum für befahrbare Flächen in Steinteppichoptik bema PU-Asphalt® entwickelt wurde“ lesen.

Wer konkret eine Einfahrt plant und verstehen möchte, weshalb gerade Rundkorn, Schichtstärke und Schubbelastung entscheidend sind, findet die Vertiefung im Beitrag „Steinteppich für die Einfahrt? Warum Rundkorn, Schichtstärke und Schubkräfte über die Befahrbarkeit entscheiden“.

Gemeinsam mit diesem technischen Vergleich entsteht daraus ein zusammenhängender Wissensbereich, der die Systeme nicht nur nach ihrer Optik, sondern nach ihrer tatsächlichen Konstruktion erklärt.

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Fazit

PU-Asphalt und Steinteppich können sich optisch sehr ähnlich sein. Technisch handelt es sich jedoch um unterschiedliche Konzepte.

Ein klassischer Steinteppich ist ein hervorragender dekorativer Belag für die Anwendungen, für die er entwickelt und dimensioniert wurde. Sichtbares Naturgestein, eine fugenlose Oberfläche und eine große gestalterische Vielfalt machen ihn für Terrassen, Balkone, Gehbereiche und viele weitere Flächen interessant.

bema PU-Asphalt® verfolgt eine andere Aufgabenstellung.

Korngeometrie, mineralisches Gefüge, Polyurethan-Bindemittel, Füllstoff, Schichtstärke und Unterbau werden gemeinsam betrachtet, damit eine entsprechend geplante Fläche auch die mechanischen Beanspruchungen durch Fahrzeuge aufnehmen kann.

Der entscheidende Unterschied liegt deshalb nicht darin, dass in einem System „besserer Kleber“ verwendet wird.

Der Unterschied liegt im gesamten Baustoffgefüge.

Rundkorn eines klassischen Steinteppichs kann eine hervorragende dekorative Oberfläche erzeugen. Es besitzt jedoch nicht die gleiche mechanische Verzahnung wie eine für den PU-Asphalt abgestimmte kantige Kornstruktur. Eine dünne Steinteppichschicht erfüllt eine andere Funktion als eine rund 20 bis 24 Millimeter starke PU-Asphalt-Deckschicht. Und mehr Bindemittel kann diese konstruktiven Unterschiede nicht einfach ausgleichen.

Daraus ergibt sich auch die besondere Beziehung beider bema Systeme:

Aus einer dafür vorgesehenen bema PU-Asphalt®-Rezeptur kann durch Weglassen des Füllstoffs und entsprechende Anpassung ein hochwertiger Steinteppich hergestellt werden. Aus einem klassischen Steinteppich kann dagegen nicht einfach ein bema PU-Asphalt® gemacht werden.

Wer also nach einem Steinteppich für Terrasse oder Gehbereich sucht, sollte einen für diese Anwendung ausgelegten Steinteppich wählen.

Wer dagegen eine dauerhaft befahrbare Fläche in hochwertiger Steinteppichoptik sucht, benötigt ein System, das bereits bei Korn, Rezeptur, Schichtstärke und Unterbau für diese Aufgabe entwickelt wurde.

Genau dort beginnt bema PU-Asphalt®.

Tags: bema Bauchemiebema PU-Asphalt®EntsiegelungPU-Asphalt
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Marcel Becker ist der Erfinder von bema PU-Asphalt®. Seine Beiträge richten sich an Planer, Ingenieure, Bauunternehmen, Entscheidungsträger in Kommunen sowie technisch interessierte Leser, die fundierte Informationen über neue Baustofflösungen suchen. Marcel hält regelmäßig Fachvorträge, beteiligt sich an Forschungsprojekten und ist Mentor in der bema Akademie für PU-Asphalt.

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