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Eine bestehende Einfahrt aus Pflaster oder Beton komplett herauszureißen, den Untergrund neu aufzubauen und anschließend einen neuen Belag herzustellen, ist technisch oft die sauberste Lösung. Es ist allerdings auch die aufwendigste. Entsprechend häufig stellt sich bei Sanierungen die Frage, ob PU-Asphalt nicht einfach auf eine vorhandene Fläche aufgebracht werden kann.
Die Antwort lautet: Grundsätzlich kann ein vorhandener mineralischer Untergrund für eine Sanierung geeignet sein. Ob das technisch sinnvoll ist, entscheidet aber nicht die Oberfläche allein, sondern der Zustand des gesamten bestehenden Aufbaus. Ein Pflaster, das seit 20 Jahren stabil liegt, keine relevanten Setzungen zeigt und über eine tragfähige Konstruktion verfügt, ist eine völlig andere Ausgangssituation als eine Fläche, bei der einzelne Steine wackeln, Fahrspuren entstanden sind oder der Untergrund bereits sichtbar arbeitet.
Genau darin liegt der entscheidende Punkt. PU-Asphalt kann einen geeigneten Bestand weiterverwenden. Er kann jedoch keine konstruktiven Schäden unter einer Fläche wegzaubern. Wer eine Sanierung nur danach beurteilt, ob der alte Belag „noch ganz gut aussieht“, betrachtet deshalb zu wenig.
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Die wichtigste Frage lautet nicht: Pflaster oder Beton?
Bei der Sanierung bestehender Flächen wird häufig zuerst nach dem vorhandenen Material gefragt. Liegt Pflaster? Beton? Asphalt? Naturstein? Eine gebundene Platte?
Das ist selbstverständlich wichtig, aber nicht die erste Frage.
Entscheidender ist zunächst:
Ist der vorhandene Aufbau dauerhaft tragfähig und ausreichend formstabil?
Eine Fläche kann optisch alt aussehen und technisch hervorragend funktionieren. Umgekehrt kann eine vergleichsweise neue Pflasterfläche bereits so stark arbeiten, dass eine Überbauung wenig sinnvoll wäre.
Für eine PU-Asphalt-Sanierung interessieren deshalb nicht nur die obersten Zentimeter. Relevant sind unter anderem Setzungen, Bewegungen, Risse, Fugen, die Qualität der Bettung beziehungsweise Tragschicht, die Randeinfassung, die Entwässerung, vorhandene Höhen und die Frage, wie sich der Bestand unter Fahrzeugbelastung verhält.
Das Prinzip ist einfach: Ein neuer Belag übernimmt immer einen Teil der Realität seines Untergrundes.
Wenn darunter alles stabil ist, kann das ein großer Vorteil sein. Wenn darunter Probleme vorhanden sind, verschwinden diese nicht dadurch, dass eine hochwertige neue Oberfläche darüberliegt.
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Wann eine vorhandene Pflasterfläche interessant wird
Bestehende Pflasterflächen können bei Sanierungen ausgesprochen interessant sein, weil sie häufig bereits über einen kompletten tragfähigen Unterbau verfügen.
Bei einer ordentlich hergestellten Einfahrt wurden normalerweise Frostschutz- beziehungsweise Tragschichten eingebaut, verdichtet und mit einer Randeinfassung versehen. Wenn dieser Aufbau über Jahre funktioniert hat und keine relevanten Setzungen zeigt, befindet sich ein erheblicher Teil der eigentlichen Bauleistung bereits im Boden.
Genau das kann bei einer Sanierung wirtschaftlich attraktiv sein.
Statt große Mengen Material unnötig auszubauen, abzutransportieren und anschließend wieder neues Material einzubauen, kann es sinnvoll sein, den Bestand technisch zu bewerten und so viel wie möglich davon weiterzuverwenden.
Das ist übrigens nicht nur eine Kostenfrage.
Jeder Rückbau erzeugt Transporte, Entsorgungsmengen, neue Rohstofflieferungen und Baustellenverkehr. Einen funktionierenden Unterbau zu entfernen, nur weil die sichtbare Oberfläche nicht mehr gefällt, ist deshalb nicht automatisch die nachhaltigste Lösung.
Die Betonung liegt allerdings auf funktionierend.
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Wackelnde Pflastersteine werden durch PU-Asphalt nicht stabil
Ein sehr typisches Missverständnis lautet, dass eine zusammenhängende PU-Asphalt-Schicht lose oder bewegliche Pflastersteine gewissermaßen miteinander verbinden und dadurch stabilisieren könne.
Darauf sollte man sich nicht verlassen.
Wenn Pflastersteine bereits kippeln, sich unter Belastung bewegen oder deutlich unterschiedliche Höhen besitzen, liegt normalerweise ein Problem unterhalb der Oberfläche vor. Das kann eine ungeeignete Bettung sein, ausgespültes Material, eine unzureichende Verdichtung oder eine lokale Schwäche der Tragschicht.
Wird darüber einfach eine neue Deckschicht hergestellt, bleibt die Bewegung im Untergrund bestehen.
Der PU-Asphalt kann Kräfte aufnehmen und verteilen, aber auch er hat konstruktive Grenzen. Wiederkehrende Bewegungen unterhalb der Deckschicht können langfristig Spannungen erzeugen und sich in der Oberfläche bemerkbar machen.
Deshalb muss eine Pflasterfläche vor einer Sanierung zunächst stabilisiert werden. Lose Elemente, Setzungen und andere Schadstellen werden nicht ignoriert, sondern beseitigt.
Eine Sanierung ohne vollständigen Rückbau bedeutet eben nicht eine Sanierung ohne Vorbereitung.
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Auch die Fugen müssen betrachtet werden
Pflaster besitzt konstruktiv Fugen. PU-Asphalt dagegen wird als zusammenhängende, fugenlose Oberfläche hergestellt.
Damit treffen bei einer Überarbeitung zwei unterschiedliche Konstruktionsprinzipien aufeinander.
Die Fugen eines Pflasterbelags sind zunächst nicht automatisch problematisch. Entscheidend ist, ob die einzelnen Pflastersteine stabil liegen und sich unter Belastung gegeneinander bewegen.
Ein dauerhaft ruhender Pflasterverband kann einen brauchbaren mineralischen Untergrund darstellen. Ein stark arbeitender Pflasterverband dagegen erzeugt genau die Bewegungen, die man unter einer fugenlosen Deckschicht möglichst vermeiden möchte.
Vor einer Sanierung muss deshalb geprüft werden, ob lediglich optisch sichtbare Fugen vorhanden sind oder ob der Pflasterverband tatsächlich Bewegungen aufweist.
Dieser Unterschied ist wesentlich.
Nicht die Existenz einer Fuge entscheidet über die Eignung.
Die Bewegung entscheidet.
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Was passiert mit der Wasserdurchlässigkeit?
Gerade bei PU-Asphalt spielt die Wasserdurchlässigkeit eine zentrale Rolle. Deshalb muss bei einer Sanierung über vorhandenem Pflaster besonders genau betrachtet werden, wie Wasser innerhalb des bestehenden Aufbaus geführt wird.
Eine offenporige PU-Asphalt-Schicht ermöglicht zunächst, dass Niederschlagswasser durch die Deckschicht hindurchtreten kann.
Damit ist jedoch noch nicht beantwortet, was anschließend passiert.
Liegt darunter ein versickerungsfähiger Pflasteraufbau mit wasserdurchlässiger Bettung und geeigneter Tragschicht, kann ein sehr gut funktionierender Gesamtaufbau entstehen.
Liegt unter dem Pflaster dagegen eine weitgehend wasserundurchlässige Konstruktion, beispielsweise eine gebundene Bettung oder eine dichte Betonplatte, gelangt das Wasser zunächst bis zu dieser Schicht und muss dort kontrolliert weitergeführt werden.
Deshalb gilt auch bei Sanierungen:
Wasserdurchlässige Oberfläche bedeutet nicht automatisch wasserdurchlässiger Gesamtaufbau.
Das ist kein Nachteil von PU-Asphalt, sondern einfache Bauphysik.
Wasser hört unterhalb einer Deckschicht nicht auf zu existieren.
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PU-Asphalt auf Beton: grundsätzlich eine andere Situation
Bei Betonflächen ist die Ausgangslage technisch anders.
Beton bildet einen weitgehend starren, gebundenen Untergrund. Wenn eine Betonplatte stabil, ausreichend tragfähig und konstruktiv intakt ist, kann sie eine sehr gute Grundlage für eine Sanierung darstellen.
Gleichzeitig muss Beton kritischer auf Risse und Fugen untersucht werden.
Denn eine vorhandene Betonplatte arbeitet.
Temperaturänderungen, Schwinden, konstruktive Fugen und Belastungen führen dazu, dass sich innerhalb eines Betonbauteils Spannungen und Bewegungen entwickeln können.
Eine sichtbare Fuge im Beton ist deshalb nicht einfach eine optische Linie.
Sie kann eine konstruktive Funktion besitzen.
Wenn eine solche Bewegung unter einer neuen Deckschicht einfach überarbeitet wird, besteht das Risiko, dass sich die Bewegung langfristig in irgendeiner Form nach oben fortsetzt.
Aus diesem Grund ist bei Beton nicht nur entscheidend, ob die Oberfläche fest ist.
Entscheidend ist, warum vorhandene Risse oder Fugen entstanden sind und ob dort weiterhin Bewegung stattfindet.
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Ein Riss ist zunächst eine Information
Risse in Beton lösen verständlicherweise schnell die Frage aus, ob eine Sanierung überhaupt noch möglich ist.
Ein Riss bedeutet jedoch nicht automatisch, dass der komplette Beton entfernt werden muss.
Er bedeutet zunächst, dass etwas passiert ist.
Die Aufgabe besteht darin, herauszufinden, was.
Ein oberflächlicher Schwindriss ist etwas anderes als ein sich bewegender Trennriss. Ein alter, seit Jahren unveränderter Riss ist anders zu beurteilen als ein Riss, dessen Breite sich sichtbar verändert.
Besonders kritisch sind Höhenversätze. Wenn zwei Seiten eines Risses unterschiedliche Höhen besitzen oder sich unter Belastung bewegen, deutet das auf eine konstruktive Bewegung hin, die vor einer Überarbeitung verstanden werden muss.
Deshalb sollte ein Fachbetrieb bei Beton nicht versuchen, sämtliche Risse einfach zu „verstecken“.
Der richtige Ansatz lautet:
Ursache erkennen, Bewegung beurteilen und anschließend entscheiden, welcher Sanierungsaufbau sinnvoll ist.
Manchmal lässt sich ein bestehender Beton hervorragend weiterverwenden.
Manchmal ist ein partieller Rückbau notwendig.
Und gelegentlich ist der komplette Ausbau tatsächlich die vernünftigste Lösung.
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Tragfähigkeit allein reicht bei Beton nicht aus
Eine Betonplatte kann extrem tragfähig sein und trotzdem als Untergrund Schwierigkeiten verursachen.
Ein typisches Beispiel ist die Entwässerung.
PU-Asphalt ist offenporig. Beton dagegen ist normalerweise weitgehend wasserundurchlässig.
Wird PU-Asphalt auf Beton eingesetzt, muss deshalb geklärt werden, wie Wasser, das durch die PU-Asphalt-Schicht gelangt, anschließend abgeführt wird.
Das kann beispielsweise über eine entsprechend geplante Gefällesituation und einen geeigneten konstruktiven Aufbau erfolgen.
Was nicht sinnvoll wäre, ist eine offenporige Deckschicht auf einen praktisch ebenen, wasserundurchlässigen Untergrund zu setzen und davon auszugehen, dass sich das Thema Entwässerung durch die Offenporigkeit automatisch erledigt.
Dann würde Wasser zwar durch den PU-Asphalt gelangen, anschließend aber auf der Betonoberfläche stehen.
Das ist genau der Unterschied zwischen Oberflächenentwässerung und Systementwässerung.
Bei einem Neubau lässt sich diese Funktion von Anfang an planen.
Bei einer Sanierung muss man mit dem arbeiten, was bereits vorhanden ist.
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Gefälle wird bei Sanierungen häufig unterschätzt
Ein weiterer Punkt sind die vorhandenen Höhen.
Bei Neubauten kann ein kompletter Flächenaufbau auf die gewünschte Höhe geplant werden. Bei Sanierungen existieren dagegen bereits Haustüren, Garagentore, Entwässerungsrinnen, Randsteine, Treppenstufen und angrenzende Grundstücksflächen.
Jede zusätzliche Schicht verändert diese Anschlusshöhen.
Deshalb ist die Frage, ob eine bestehende Oberfläche überarbeitet werden kann, nicht nur eine Frage der Tragfähigkeit.
Es muss auch genügend Aufbauhöhe vorhanden sein.
Gerade vor Garagentoren oder Hauseingängen können wenige Zentimeter entscheidend sein. Eine Oberfläche einfach höher zu setzen, kann dazu führen, dass Türanschlüsse, Entwässerungen oder Gefällesituationen anschließend nicht mehr funktionieren.
Eine gute Sanierungsplanung beginnt deshalb nicht beim Material.
Sie beginnt beim Höhenaufmaß.
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Die Randeinfassung bleibt ein konstruktives Bauteil
Auch bei einer Sanierung benötigt eine belastete mineralische Deckschicht stabile Randbereiche.
Bei bestehenden Pflasterflächen kann eine bereits vorhandene Randeinfassung häufig weitergenutzt werden, wenn sie ausreichend stabil und auf der richtigen Höhe angeordnet ist.
Ist sie lose, beschädigt oder konstruktiv ungeeignet, muss sie überarbeitet werden.
Besonders bei befahrenen Flächen wirken horizontale Kräfte nicht ausschließlich innerhalb der Deckschicht. Der gesamte Flächenaufbau muss seitlich gehalten werden.
Eine schwache Randeinfassung kann deshalb selbst dann problematisch werden, wenn der übrige Untergrund gut aufgebaut ist.
Das ist ein typischer Punkt, der bei rein optischen Sanierungen gern übersehen wird.
Der Kunde sieht am Ende hauptsächlich die neue Oberfläche.
Der Fachbetrieb muss vorher den Rand anschauen.
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Reinigung ist vor einer Überarbeitung entscheidend
Eine bestehende Beton- oder Pflasterfläche hat häufig viele Jahre Nutzung hinter sich.
Entsprechend befinden sich auf der Oberfläche unter Umständen Öle, Reifenabrieb, Algen, Moose, Staub, Reinigungsmittelreste oder andere Verunreinigungen.
Das ist bei einer Sanierung relevant.
Ein neues reaktives Bindemittelsystem benötigt einen geeigneten Untergrund. Verunreinigungen können die Verbindung zwischen altem Untergrund und neuem Aufbau beeinträchtigen.
Deshalb muss die Bestandsfläche gründlich vorbereitet werden.
Dabei geht es nicht darum, dass sie optisch sauber aussieht.
Sie muss technisch sauber sein.
Eine Fläche, die nach einer kurzen Hochdruckreinigung wieder hell erscheint, kann trotzdem Stoffe enthalten, die für eine spätere Verbindung problematisch sind.
Gerade bei Stellplätzen, Werkstätten oder älteren Garagenzufahrten muss deshalb beispielsweise auf Öl- oder Kraftstoffkontamination geachtet werden.
In solchen Bereichen kann ein lokaler Rückbau wesentlich vernünftiger sein als der Versuch, einen ungeeigneten Untergrund unbedingt zu retten.
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Beton muss ausreichend fest sein
Bei älteren Betonflächen sollte zusätzlich die Oberflächenfestigkeit bewertet werden.
Beton kann im Kern vollkommen stabil sein, während die oberste Zone bereits geschädigt ist. Abwitterungen, Frostschäden oder schlecht gebundene oberflächennahe Bereiche können dazu führen, dass eine neue Schicht zwar am vorhandenen Beton haftet, sich anschließend aber gemeinsam mit einer schwachen Betonschicht ablöst.
Dann war nicht die Verbindung zum PU-Asphalt das Problem.
Der Beton selbst war an seiner Oberfläche nicht ausreichend tragfähig.
Deshalb müssen lose und geschädigte Bereiche entfernt und der verbleibende Untergrund entsprechend vorbereitet werden.
Eine Beschichtung oder ein neuer Belag ist immer nur so stabil wie die Schicht, an der er tatsächlich befestigt ist.
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Ein schlechter Untergrund wird durch eine hochwertige Oberfläche nicht besser
Dieser Satz lässt sich eigentlich auf nahezu jede Sanierung übertragen.
PU-Asphalt besitzt durch seine festelastische Struktur Eigenschaften, die bei geeigneten Konstruktionen sehr interessant sind.
Das bedeutet allerdings nicht, dass der Belag sämtliche Bewegungen eines problematischen Untergrundes dauerhaft aufnehmen kann.
Wenn eine Pflasterfläche jedes Jahr weiter absackt, wird sie auch unter PU-Asphalt weiter absacken.
Wenn eine Betonplatte aufgrund eines konstruktiven Problems auseinanderarbeitet, verschwindet dieses Problem nicht.
Wenn ein Unterbau bei jeder stärkeren Belastung nachgibt, kann eine Deckschicht nicht die Funktion einer fehlenden Tragschicht übernehmen.
Genau deshalb ist der Satz „Wir machen einfach PU-Asphalt drüber“ technisch selten eine gute Planungsgrundlage.
Die bessere Frage lautet:
Was können wir vom vorhandenen Aufbau sinnvoll erhalten?
Das führt häufig zu sehr guten Sanierungslösungen.
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Teilrückbau kann wirtschaftlicher sein als Alles-oder-nichts
Bei Sanierungen wird häufig zu binär gedacht.
Entweder alles bleibt.
Oder alles muss raus.
In der Praxis liegt die wirtschaftlich und technisch beste Lösung oft dazwischen.
Eine bestehende Fläche kann beispielsweise zu 80 oder 90 Prozent hervorragend tragfähig sein, während nur einzelne Bereiche Setzungen oder Beschädigungen aufweisen.
Warum sollte dann zwangsläufig die gesamte Konstruktion entfernt werden?
Es kann sinnvoll sein, Problemstellen gezielt zu öffnen, den Unterbau dort wiederherzustellen und anschließend die Gesamtfläche für den neuen Belag vorzubereiten.
Gerade bei größeren Einfahrten oder Hofflächen lässt sich dadurch erheblicher Aufwand sparen.
Der entscheidende Vorteil besteht darin, dass vorhandene funktionierende Bausubstanz erhalten bleibt, ohne vorhandene Schäden einfach zu überdecken.
Das ist Sanierung im eigentlichen Sinne.
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Wann PU-Asphalt auf Pflaster sinnvoll sein kann
Eine Überarbeitung vorhandener Pflasterflächen kann besonders interessant sein, wenn der Pflasterverband seit Jahren stabil liegt, die Unterkonstruktion tragfähig ist und keine relevanten Setzungen oder Bewegungen auftreten.
Auch die vorhandenen Höhen müssen passen. Außerdem muss geklärt werden, wie der komplette Aufbau mit Niederschlagswasser umgeht.
Wenn diese Voraussetzungen erfüllt sind, kann ein erheblicher Teil des alten Aufbaus erhalten bleiben.
Das kann nicht nur Kosten und Bauzeit reduzieren, sondern auch den notwendigen Baustellenverkehr deutlich verringern.
Gerade bei privaten Einfahrten ist das ein erheblicher Vorteil. Ein vollständiger Rückbau bedeutet schließlich nicht nur Materialkosten. Dazu kommen Baggerarbeiten, Abfuhr, Entsorgung, neue Tragschichtmaterialien, Verdichtung und häufig mehrere Tage zusätzliche Baustellenzeit.
Ein geeigneter Bestand besitzt deshalb einen realen Wert.
Man muss ihn nur erkennen.
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Wann PU-Asphalt auf Beton sinnvoll sein kann
Bei Beton ist eine Sanierung besonders interessant, wenn die Platte tragfähig, weitgehend rissstabil und konstruktiv geeignet ist.
Entscheidend ist zusätzlich, dass Wasser aus dem offenporigen PU-Asphalt-System kontrolliert abgeführt werden kann.
Bei Betonflächen ist deshalb häufig eine detailliertere Planung erforderlich als bei einem vollständig wasserdurchlässigen mineralischen Unterbau.
Auch Fugen müssen einzeln bewertet werden.
Konstruktive Bewegungsfugen einfach unsichtbar zu machen, ist selten eine gute Idee. Je nach Situation müssen sie innerhalb der Planung berücksichtigt werden.
Bei einer stabilen Bestandsplatte kann Beton allerdings einen großen Vorteil besitzen: Die tragende Konstruktion ist bereits vorhanden und hat ihre Funktion häufig über viele Jahre unter Beweis gestellt.
Ein 20 Jahre alter Beton, der keinerlei relevante Setzungen zeigt, liefert durchaus interessante Informationen über seinen Untergrund.
Das ist manchmal wertvoller als eine noch so schöne Planskizze eines neuen Aufbaus.
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Wann wir eher von einer Überarbeitung abraten würden
Es gibt Situationen, in denen ein Rückbau trotz höherer Kosten die vernünftigere Entscheidung ist.
Dazu gehören stark abgesackte Pflasterflächen, bewegliche Steine, ausgeprägte Fahrspuren, deutliche Untergrundprobleme, stark gerissene Betonplatten mit Bewegung, unkontrollierbare Höhen, ungeeignete Entwässerungssituationen oder massive Kontaminationen.
Auch ein vorhandener Aufbau, dessen Konstruktion praktisch unbekannt ist, sollte nicht automatisch überarbeitet werden.
Wenn niemand weiß, was sich darunter befindet und bereits sichtbare Probleme auftreten, kann es sinnvoller sein, die Ursache freizulegen.
Eine Sanierung sollte nie zum Versuch werden, möglichst wenig sehen zu müssen.
Das Ziel ist nicht, alten Untergrund zu verstecken.
Das Ziel ist, brauchbare Bausubstanz zu erhalten.
Das ist ein erheblicher Unterschied.
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Der wirtschaftliche Vorteil kann beträchtlich sein
Bei einer kompletten Neuherstellung einer Einfahrt entsteht ein großer Teil der Kosten nicht durch die eigentliche Deckschicht.
Er entsteht darunter.
Aushub, Abtransport, Entsorgung, Frostschutzmaterial, Tragschichten, Verdichtung, Feinplanum, Randeinfassungen und Baustellenlogistik können erhebliche Beträge ausmachen.
Wenn ein vorhandener Aufbau diese Funktionen bereits zuverlässig erfüllt, wäre es wirtschaftlich wenig sinnvoll, ihn grundsätzlich zu entfernen.
Deshalb sollte bei jeder älteren Pflaster- oder Betonfläche zumindest geprüft werden, ob eine Sanierung auf dem Bestand technisch möglich ist.
Nicht jede Fläche eignet sich dafür.
Aber jede funktionierende Konstruktion, die erhalten werden kann, spart Ressourcen, Zeit und Kosten.
Gerade bei Sanierungen entscheidet deshalb eine sorgfältige Bestandsaufnahme häufig stärker über den Endpreis als der Quadratmeterpreis des neuen Belags.
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Eine Musterfläche ersetzt keine Bestandsprüfung
Bei Sanierungsprojekten entsteht schnell der Wunsch, einfach einen kleinen Bereich zu beschichten und zu sehen, ob es hält.
Eine Musterfläche kann sehr hilfreich sein.
Sie beantwortet jedoch nicht sämtliche konstruktiven Fragen.
Eine erfolgreiche Haftung auf einem Quadratmeter Beton sagt beispielsweise wenig darüber aus, ob eine zehn Meter entfernte Bewegungsfuge langfristig Probleme verursacht.
Ebenso zeigt ein stabiler Bereich einer Pflasterfläche nicht, ob unter einer Fahrspur bereits Material ausgespült wurde.
Deshalb sollte eine Musterfläche immer Teil einer technischen Beurteilung sein und nicht deren Ersatz.
Im Bauwesen ist es erstaunlich verführerisch, Probleme anhand der obersten fünf Millimeter beurteilen zu wollen.
Leider halten sich Untergründe nicht immer an diese Vereinfachung.
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Sanieren bedeutet verstehen, bevor man überdeckt
Genau darin liegt für uns der Kern einer professionellen Sanierung.
Der vorhandene Aufbau muss nicht automatisch schlecht sein, nur weil er alt ist.
Im Gegenteil.
Eine 15 oder 20 Jahre alte Einfahrt, die keine relevanten Setzungen zeigt, hat bereits einen sehr langen Praxistest hinter sich.
Sie kann eine hervorragende Basis sein.
Man muss sie nur technisch richtig beurteilen.
Bei einem Neubau planen wir eine Konstruktion und gehen davon aus, dass sie funktionieren wird.
Bei einem stabilen Altbestand wissen wir bereits, dass wesentliche Teile dieser Konstruktion funktioniert haben.
Das ist ein Unterschied, den man bei Sanierungen nutzen sollte.
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PU-Asphalt macht Sanierungen besonders interessant
Gerade die fugenlose und mineralische Oberfläche von PU-Asphalt eröffnet bei geeigneten Bestandsflächen interessante Möglichkeiten.
Alte Pflasteroptiken können verschwinden, ohne dass zwangsläufig der gesamte Unterbau entfernt werden muss. Gleichzeitig entsteht eine vollkommen neue Oberflächenwirkung.
Bei Beton können technisch geeignete Bestandsplatten ebenfalls weitergenutzt werden, sofern Bewegungen, Entwässerung und Anschlüsse richtig berücksichtigt werden.
Das Ziel ist dabei nicht, möglichst viel Altbestand um jeden Preis zu erhalten.
Das Ziel ist eine technisch sinnvolle Kombination aus vorhandener Substanz und neuem System.
Manchmal bedeutet das nahezu vollständige Bestandserhaltung.
Manchmal bedeutet es Teilrückbau.
Und manchmal bedeutet es tatsächlich, alles neu aufzubauen.
Eine gute Beratung erkennt den Unterschied.
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Fazit
PU-Asphalt kann auf bestehenden Pflaster- oder Betonflächen eine ausgesprochen interessante Sanierungslösung sein. Voraussetzung ist jedoch, dass nicht nur die Oberfläche, sondern der komplette Bestand technisch bewertet wird.
Bei Pflaster müssen insbesondere Tragfähigkeit, Bewegungen, Setzungen, Fugen, Randeinfassung und der vorhandene Unterbau betrachtet werden. Bei Beton kommen Risse, konstruktive Fugen, Oberflächenfestigkeit und vor allem die Wasserführung auf dem dichten Untergrund hinzu.
Eine Sanierung ohne vollständigen Rückbau kann erhebliche wirtschaftliche und ökologische Vorteile besitzen. Bestehende tragfähige Bausubstanz bleibt erhalten, Abbruch- und Entsorgungsmengen werden reduziert und die Bauzeit kann deutlich kürzer ausfallen.
Das funktioniert allerdings nur, wenn vorhandene Schäden nicht einfach überdeckt werden.
PU-Asphalt kann einen guten Bestand weiterverwenden.
Er kann lokale Schwachstellen in ein Sanierungskonzept integrieren.
Und er kann auf geeigneten Bestandsflächen eine vollkommen neue Oberfläche schaffen.
Was er nicht kann, ist einen konstruktiv versagenden Untergrund in einen funktionierenden Aufbau verwandeln.
Genau deshalb lautet die wichtigste Frage bei einer Sanierung nicht:
„Kann man da PU-Asphalt draufmachen?“
Die bessere Frage lautet: „Welche Teile dieses Aufbaus funktionieren bereits – und welche müssen wir reparieren, bevor wir daraus eine dauerhaft funktionierende neue Fläche machen?“
Wer diese Frage zuerst beantwortet, kann bei vielen Sanierungen erstaunlich viel Bestand erhalten.











